Suchergebnisse zu 
Logo

An unsere Aktionäre

Foto Dr. Ulf M. Schneider

Sehr geehrte Damen und Herren,

2012 feierte Fresenius sein 100-jähriges Bestehen. Seit 1912 sind wir dem medizinischen Fortschritt und der Gesundheit der Menschen in aller Welt verpflichtet. Fresenius hat sich in dieser Zeit von einem kleinen pharmazeutischen Betrieb zu einem global führenden Gesundheitskonzern entwickelt.

Eine wesentliche Voraussetzung für diesen Erfolg sehe ich in unserer Unternehmenskultur. Fresenius versteht es, den steten Wandel zu gestalten, mutige unternehmerische Entscheidungen zu treffen und zugleich an Bewährtem festzuhalten. Wir setzen auf Unternehmergeist, Innovation und dezentrale Verantwortungsstrukturen. Wir handeln lokal und denken global. Dadurch gelingt es uns, die Bedürfnisse unserer regionalen Märkte zu erfüllen und unser Geschäft weltweit voranzutreiben. Fresenius steht auch für Kontinuität. Wir sind ein verlässlicher Partner, nicht nur für alle Akteure im Gesundheitswesen, sondern auch als Arbeitgeber für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unsere Kontinuität zeigt sich auch in einer soliden Finanzpolitik, in langfristigen Unternehmensstrategien, in der konsequenten Einhaltung rechtlicher und ethischer Standards und in einer stabilen Führungssituation.

Dank dieser klaren Prinzipien ist Fresenius dynamisch gewachsen. Allein in den letzten zehn Jahren haben wir unseren Umsatz nahezu verdreifacht und unser Konzernergebnis mehr als verachtfacht. Unsere vier Unternehmensbereiche zählen heute zu den führenden Unternehmen in ihren Branchen.

Auch im Jubiläumsjahr 2012 haben wir unsere Erfolgsgeschichte fortgeschrieben und neue Bestwerte bei Umsatz und Ergebnis erreicht. Der Konzernumsatz stieg währungsbereinigt um 13 Prozent auf 19,3 Milliarden Euro. Beim Konzernergebnis erzielten wir währungsbereinigt und vor Sondereinflüssen einen Zuwachs von 17 Prozent auf 938 Millionen Euro. Die EBIT-Marge erreichte einen Höchststand von 15,9 Prozent.

Alle Unternehmensbereiche konnten Umsatz und operatives Ergebnis mit zweistelligen Zuwachsraten steigern. Sie sind aus eigener Kraft deutlich gewachsen und haben zudem Übernahmechancen aktiv genutzt. So nimmt Fresenius Kabi dank der Akquisition der amerikanischen Gesellschaft Fenwal Holdings, Inc. nunmehr eine weltweit führende Position in der Transfusionstechnologie ein. Mit dem Erwerb der Damp Gruppe hat Fresenius Helios sein Kliniknetz im Norden Deutschlands wesentlich verstärkt.

Die Zusammenführung der RHÖN-KLINIKUM AG mit Fresenius Helios ist hingegen nicht zustande gekommen. Dies bedauern wir sehr. Die Bündelung der Stärken beider Unternehmen hätte die Chance geboten, neue Wege in der Gesundheitsversorgung in Deutschland zu gehen. Nach dem Scheitern unseres Übernahmeangebotes haben wir im vergangenen Sommer weitere Möglichkeiten geprüft, wie wir unsere ursprünglichen Ziele bei beherrschbaren Risiken erreichen können. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen bot sich dazu keine Alternative. Um Klarheit für alle Beteiligten zu schaffen und verlässlich und diszipliniert zu handeln, haben wir den Aktionären der RHÖN-KLINIKUM AG kein neues Übernahmeangebot unterbreitet.

Ende des Jahres 2012 haben wir die Entscheidung getroffen, unsere Tochtergesellschaft Fresenius Biotech mit den beiden Antikörpern ATG-Fresenius S und Removab nicht fortzuführen. Wir prüfen zurzeit den Verkauf von Fresenius Biotech. Alternativ untersuchen wir, ob sich das seit Jahrzehnten im Krankenhausmarkt etablierte, profitable Immunsuppressivum ATG-Fresenius S im Konzern weiterführen lässt. In jedem Fall werden wir das Geschäft mit dem Antikörper Removab nicht in eigener Verantwortung fortsetzen. Daraus ergeben sich bereits im Jahr 2013 positive Ergebniseffekte. Wir konzentrieren unser Geschäft auf unsere vier großen Unternehmensbereiche, die weiterhin ausgezeichnete Wachstumsperspektiven bieten.

Aufgrund des außerordentlich engagierten und motivierten Einsatzes seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat Fresenius im Jahr 2012 viel erreicht. Ihnen allen danke ich sehr herzlich für ihre ausgezeichneten Leistungen im vergangenen Jahr. Den Belegschaftsvertretern danke ich für die konstruktive Zusammenarbeit.

Fresenius ist mit der Erfahrung eines ganzen Jahrhunderts bestens aufgestellt, Herausforderungen zu meistern und Chancen zu nutzen. Für die Zukunft haben wir uns viel vorgenommen, denn der Bedarf nach bester medizinischer Versorgung steigt weltweit kontinuierlich. Daraus ergeben sich für Fresenius vielfältige Wachstumsperspektiven. Diese möchte ich Ihnen anhand von vier Beispielen näher erläutern:

  • Wir sehen außerordentliche Chancen in den Schwellenländern. Dort wächst beispielsweise die Zahl der Dialysepatienten zweistellig. Wir werden daher unser Produktgeschäft und die Zahl unserer Dialysekliniken kontinuierlich ausbauen. Diese Länder bieten nicht nur Fresenius Medical Care überdurchschnittliches Wachstum, sondern auch Fresenius Kabi. Die Gesundheitssysteme entwickeln sich stetig, die Nachfrage nach lebensnotwendigen Arzneimitteln für das Krankenhaus steigt rapide.
  • Wir profitieren von der weltweit steigenden Nachfrage nach Generika. Aufgrund ihrer deutlich geringeren Preise sind sie gesundheitsökonomisch vorteilhafter als Originalpräparate. Sie liefern damit einen unverzichtbaren Beitrag zu einer sicheren Gesundheitsversorgung.
  • Wir werden unsere führende Stellung im deutschen Krankenhausmarkt durch weitere Zukäufe stärken. Klinikprivatisierungen bieten uns auch langfristig Wachstumsmöglichkeiten.
  • Wir begegnen den weltweit steigenden Anforderungen an eine leistungsfähige Krankenhausinfrastruktur und bieten Planungs- und Prozesslösungen an, um Kliniken in medizinischer und wirtschaftlicher Hinsicht effizient zu führen.

Bei allen Wachstumschancen, die sich uns bieten, stehen wir vor der Herausforderung, dass unsere Produkte und Dienstleistungen bezahlbar bleiben müssen. Nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels stellt sich immer drängender die Frage nach der Finanzierbarkeit von Gesundheit. Wir werden daher weiter intensiv daran arbeiten, unsere Kosten zu senken, Prozesse zu optimieren und die Größenvorteile unseres Geschäftes zu nutzen.

Für das Geschäftsjahr 2013 haben wir uns ehrgeizige Finanzziele gesteckt: Wir wollen den Konzernumsatz währungsbereinigt um 7 bis 10 Prozent steigern. Das Konzernergebnis vor Sondereinflüssen soll währungsbereinigt um 7 bis 12 Prozent wachsen. Wir werden die neu erworbenen Gesellschaften zügig und konsequent in die Fresenius-Gruppe integrieren, weiterhin hohes organisches Wachstum anstreben sowie effizient und profitabel wirtschaften.

Der medizinische Fortschritt und das Bestreben, Patienten zu helfen, sind seit einem Jahrhundert Grundlage und Ziel unseres Handelns. Wir stützen uns dabei auf ein stabiles Fundament aus unternehmerischen Werten, Erfahrung, Wissen und Können. Fresenius tritt mit Energie und Optimismus in sein zweites Jahrhundert ein. Wir freuen uns, wenn Sie uns auf diesem Weg begleiten und uns auch künftig Ihr Vertrauen schenken.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Ulf M. Schneider
Vorsitzender des Vorstands

Zurück zu:
Startseite
Lesen Sie weiter:
100 Jahre Fresenius

QUICKFINDER

Verlauf

weiterführende Links

Tools