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Rechtsverhältnisse mit Organmitgliedern

Die persönlich haftende Gesellschafterin und der Aufsichtsrat der Fresenius SE & Co. KGaA sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Sie verfolgen bei der Ausübung ihrer Tätigkeit weder persönliche Interessen noch gewähren sie anderen Personen ungerechtfertigte Vorteile. Nebentätigkeiten oder Geschäfte der Organmitglieder mit dem Unternehmen sind dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen und von diesem zu genehmigen. Der Aufsichtsrat der Fresenius SE & Co. KGaA berichtet der Hauptversammlung über etwaige Interessenkonflikte und deren Behandlung.

Die Fresenius SE & Co. KGaA weist auf folgende Beziehungen hin, die zwischen Fresenius-Konzerngesellschaften und Unternehmen bestehen, bei denen Aufsichtsratsmitglieder der Fresenius SE & Co. KGaA bzw. Aufsichtsrats- oder Vorstandsmitglieder der Fresenius Management SE im Berichtsjahr eine Organ- oder sonstige Funktion ausgeübt haben:

Herr Prof. Dr. med. D. Michael Albrecht, Mitglied des Aufsichtsrats der Fresenius SE & Co. KGaA, ist medizinischer Vorstand und Sprecher des Vorstands des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden sowie Mitglied der Aufsichtsräte der Universitätskliniken Aachen, Magdeburg und Rostock. Der Fresenius-Konzern unterhält mit diesen Kliniken regelmäßig Geschäftsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen. Herr Klaus-Peter Müller ist Aufsichtsratsmitglied der Fresenius Management SE und der Fresenius SE & Co. KGaA sowie Aufsichtsratsvorsitzender der Commerzbank AG, mit der der Fresenius-Konzern Geschäftsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen unterhält. Im Jahr 2012 leistete der Fresenius- Konzern Zahlungen an die Commerzbank AG in Höhe von insgesamt 1,9 Mio € für die Bereitstellung von Finanzierungen sowie im Zusammenhang mit Anleiheemissionen und der Kapitalerhöhung.

Berater- oder sonstige Dienstleistungsbeziehungen zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden bei Herrn Dr. Dieter Schenk, dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden der Fresenius Management SE. Herr Dr. Schenk ist Partner der Rechtsanwaltssozietät Noerr LLP . Die Gesellschaften der international agierenden Rechtsanwaltssozietät Noerr sind im Jahr 2012 für den Fresenius-Konzern rechtsberatend tätig geworden. Der Fresenius-Konzern hat der Anwaltssozietät Noerr im Berichtsjahr insgesamt rund 1,8 Mio € gezahlt bzw. im Dezember 2012 zur Zahlung angewiesen (2011: 1,43 Mio €). Dies entspricht 2 % der Rechts- und Beratungskosten des Fresenius-Konzerns im Jahr 2012 (2011: 2 %). Davon entfielen rund 0,4 Mio € auf Mandate, die Fresenius-Konzerngesellschaften außerhalb des Unternehmensbereichs Fresenius Medical Care betreffen. Mandate, die von Konzerngesellschaften des Unternehmensbereichs Fresenius Medical Care erteilt werden, unterliegen der separaten Zustimmung der Aufsichtsräte der Fresenius Medical Care Management AG sowie der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA. Der Aufsichtsrat der Fresenius Management SE hat sich mit der Mandatierung eingehend beschäftigt und hat dieser Mandatierung bei Stimmenthaltung von Herrn Dr. Schenk zugestimmt. Die Beschlussfassung erfolgte auf der Grundlage einer schriftlichen Aufsichtsratsvorlage unter Auflistung aller Einzelmandate und aller Rechnungen für die Einzelmandate. Sämtliche Zahlungen im Geschäftsjahr 2012 erfolgten erst nach Zustimmung des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat der Fresenius SE & Co. KGaA hat sich mit dem Verhältnis des Honorarvolumens für die Rechtsberatungsleistungen der Sozietät Noerr zu den Honorarvolumina anderer Sozietäten befasst.

Berater- oder sonstige Dienstleistungsbeziehungen zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden ferner bei Herrn Prof. Dr. h.c. Roland Berger, der sowohl dem Aufsichtsrat der Fresenius Management SE als auch dem Aufsichtsrat der Fresenius SE & Co. KGaA angehört und zugleich Gesellschafter der Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants Holding GmbH ist. Der Fresenius- Konzern hat der Roland Berger Strategy Consultants GmbH, einem mit der Roland Berger Strategy Consultants Holding GmbH verbundenen Unternehmen, 0,6 Mio € für erbrachte Dienstleistungen im Jahr 2012 gezahlt (2011: 0,7 Mio €). Der Aufsichtsrat der Fresenius Management SE und der Aufsichtsrat der Fresenius SE & Co. KGaA haben sich mit der Mandatierung eingehend beschäftigt. Beide Gremien haben dieser Mandatierung bei Stimmenthaltung von Herrn Prof. D r. h. c. Berger jeweils zugestimmt. Die Beschlussfassungen über die Zustimmung erfolgten jeweils auf der Grundlage einer schriftlichen Aufsichtsratsvorlage und vor Bezahlung der Rechnungen für die Dienstleistungen.

Die in diesem Abschnitt „Rechtsverhältnisse mit Organmitgliedern“ genannten Beträge in Euro sind Nettobeträge. Darüber hinaus wurde die jeweilige Mehrwertsteuer gezahlt.

Sonstige Berater-, Dienstleistungs- oder Werkverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestehen weder unmittelbar noch mittelbar.

Die Angaben zu den nahestehenden Personen hat Fresenius in den Quartalsfinanzberichten des Jahres 2012 sowie hier veröffentlicht.

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