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Finanzierung

Fresenius deckt den Finanzierungsbedarf durch eine Kombination aus operativen Cashflows, die in den Unternehmensbereichen erwirtschaftet wurden, und durch die Aufnahme von kurz-, mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten. Wichtige Instrumente neben Bankfinanzierungen sind Anleihen, Schuldscheindarlehen, ein Commercial-Paper-Programm und ein Forderungsverkaufsprogramm.

Im Mai 2012 wurde eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Die neuen Aktien wurden im Wege einer beschleunigten Platzierung institutionellen Anlegern angeboten. Die Kapitalerhöhung sollte ursprünglich der teilweisen Finanzierung der Akquisition der RHÖN-KLINIKUM AG dienen, die nicht zustande kam, da eine Bedingung des öffentlichen Übernahmeangebots nicht erfüllt wurde. Die Mittel wurden zwischenzeitlich zur Finanzierung der Akquisition von Fenwal Holdings, Inc. verwendet. Im Rahmen der Kapitalerhöhung wurden 13,8 Millionen neue Stammaktien zum Preis von 73,50 € je Aktie emittiert. Die neuen Aktien sind für das Geschäftsjahr 2012 voll dividendenberechtigt.

Die weiteren Finanzierungsaktivitäten waren auf die Refinanzierung bestehender bzw. fällig werdender Finanzierungsinstrumente und auf den Abschluss langfristiger Finanzierungen für Akquisitionen und allgemeine Geschäftszwecke ausgerichtet.

  • Im Januar 2012 hat Fresenius Medical Care Anleihen in Höhe von 250 Mio €, 800 Mio US$ und 700 Mio US$ ausgegeben: Die Anleihe der FMC Finance VIII S.A. über 250 Mio € hat einen Coupon von 5,25 % und wird im Jahr 2019 fällig. Die Anleihen der Fresenius Medical Care US Finance II, Inc. über 800 Mio US$ bzw. über 700 Mio US$ werden in den Jahren 2019 bzw. 2022 fällig. Der Coupon der Anleihe über 800 Mio US$ beträgt 5,625 %. Der Coupon der Anleihe über 700 Mio US$ beträgt 5,875 %. Der Nettoemissionserlös wurde für Akquisitionen, zur Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten und für allgemeine Geschäftszwecke verwendet.
  • Im März 2012 hat die Fresenius Finance B.V. eine Anleihe in Höhe von 500 Mio € mit einem Coupon von 4,25 % platziert. Die Anleihe wurde zum Nennwert ausgegeben und wird im Jahr 2019 fällig. Der Nettoemissionserlös wurde für Akquisitionen, zur Refinanzierung kurzfristiger Verbindlichkeiten und für allgemeine Geschäftszwecke verwendet.
  • Im April 2012 hat die Fresenius SE & Co. KGaA Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 400 Mio € begeben. Die Erlöse wurden zur Refinanzierung der im April und Juli 2012 fällig gewordenen Tranchen von Schuldscheindarlehen der Fresenius Finance B.V. sowie für allgemeine Geschäftszwecke verwendet.
  • Im Oktober 2012 hat Fresenius Medical Care eine neue syndizierte Kreditvereinbarung abgeschlossen. Die Kreditvereinbarung mit einer Laufzeit von 5 Jahren hat ein Gesamtvolumen von 3,85 Mrd US$. Sie setzt sich zusammen aus revolvierenden Kreditlinien in Höhe von rund 1,25 Mrd US$ und einem Darlehen über 2,6 Mrd US$. Die Erlöse wurden zur Refinanzierung der syndizierten Kreditvereinbarung, die am 31. März 2013 fällig geworden wäre, und für allgemeine Geschäftszwecke verwendet.
  • Im Dezember 2012 hat die Fresenius SE & Co. KGaA die Refinanzierung der revolvierenden Kreditlinien und der Darlehenstranchen A der syndizierten Kreditvereinbarung aus dem Jahr 2008 über ein sogenanntes Delayed Draw Syndicated Credit Agreement vorzeitig gesichert. Die neue Kreditvereinbarung mit einer Endfälligkeit nach 5 Jahren hat ein Gesamtvolumen von 2,25 Mrd €. Sie setzt sich zusammen aus revolvierenden Kreditlinien in Höhe von 300 Mio US$ und 600 Mio € sowie Darlehen über 1,0 Mrd US$ und 650 Mio €. Die Erlöse werden für die Refinanzierung der im September 2013 auslaufenden Darlehenstranchen A und der revolvierenden Kreditlinien sowie für allgemeine Geschäftszwecke verwendet. Die Auszahlung der Mittel ist für Juni 2013 geplant.
    Damit einher geht auch die vorzeitige Kündigung einer im Jahr 2006 begebenen Anleihe mit einem Nennwert von 650 Mio €, einem Coupon von 5,5 % und einer Laufzeit bis 2016. Die Anleihe wurde zu einem Kurs von 100,916 % zuzüglich aufgelaufener Zinsen zum 7. Februar 2013 vollständig zurückgezahlt.

Finanzierungsmaßnahmen im Jahr 2013 erfolgen zur Refinanzierung anstehender Fälligkeiten und mit dem Ziel, den künftigen Zinsaufwand zu reduzieren und das Fälligkeitenprofil des Konzerns weiter zu verbessern. Die folgende Grafik zeigt die Fälligkeitsstruktur des Fresenius-Konzerns. Im Rahmen dieser Zielsetzung hat die Fresenius Finance B.V. im Januar 2013 eine Anleihe in Höhe von 500 Mio € mit einem Coupon von 2,875 % platziert. Die Anleihe wurde zum Nennwert ausgegeben und wird im Jahr 2020 fällig. Der Emissionserlös wurde zur Refinanzierung der Ende Januar 2013 fälligen Anleihe verwendet.

Die Fresenius SE & Co. KGaA verfügt über ein Commercial-Paper-Programm, in dessen Rahmen kurzfristige Schuldtitel bis zu 500 Mio € ausgegeben werden können. Am 31. Dezember 2012 und 31. Dezember 2011 waren keine Wertpapiere begeben worden.

FÜNFJAHRESÜBERSICHT FINANZLAGE


in Mio € 2012 2011 2010 2009 2008
1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vorräte abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltene Anzahlungen
Operativer Cashflow 2.438 1.689 1.911 1.553 1.074
in % vom Umsatz 12,6 10,3 12,0 11,0 8,7
Working Capital1 4.470 4.067 3.577 3.088 2.937
in % vom Umsatz 23,2 24,9 22,4 21,8 23,8
Investitionen in Sachanlagen, netto 952 758 733 662 736
Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden 1.486 931 1.178 891 338
in % vom Umsatz 7,7 5,7 7,4 6,3 2,7

in Mio € 2012 2011 2010 2009 2008
1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vorräte abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltene Anzahlungen
Operativer Cashflow 2.438 1.689 1.911 1.553 1.074
in % vom Umsatz 12,6 10,3 12,0 11,0 8,7
Working Capital1 4.470 4.067 3.577 3.088 2.937
in % vom Umsatz 23,2 24,9 22,4 21,8 23,8
Investitionen in Sachanlagen, netto 952 758 733 662 736
Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden 1.486 931 1.178 891 338
in % vom Umsatz 7,7 5,7 7,4 6,3 2,7

Der Fresenius-Konzern nahm im Rahmen von bilateralen und syndizierten Bankkrediten Mittel in Höhe von rund 4,1 Mrd € in Anspruch. Darüber hinaus bestehen per 31. Dezember 2012 rund 2,1 Mrd € freie Kreditlinien (einschließlich fest zugesagter Kreditlinien in Höhe von rund 1,6 Mrd €). Diese Kreditlinien stehen im Allgemeinen zur Finanzierung von Betriebsmitteln zur Verfügung. Mit Ausnahme der syndizierten Kreditvereinbarungen der Fresenius SE & Co. KGaA und der Fresenius Medical Care sind die Kreditlinien in der Regel unbesichert.

Am 31. Dezember 2012 haben sowohl die Fresenius SE & Co. KGaA als auch die Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA einschließlich aller Tochtergesellschaften die Kreditauflagen und Verpflichtungen aus sämtlichen Finanzierungsverträgen erfüllt.

Detaillierte Informationen zur Finanzierung des Fresenius-Konzerns finden Sie im im Anhang. Einen Ausblick auf Finanzierungsmaßnahmen im Jahr 2013 geben wir im Prognosebericht.

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