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Fresenius Medical Care

Die komplizierten Wechselwirkungen und Begleiterscheinungen, die bei Nierenversagen auftreten, werden immer besser erforscht. Parallel zu den medizinischen Erkenntnissen wachsen auch die technologischen Möglichkeiten, Patienten zu therapieren. Für die Forschung und Entwicklung von Fresenius Medical Care bedeutet das: Wir wollen neue Erkenntnisse zügig in marktreife Weiter- und Neuentwicklungen umsetzen und so entscheidend dazu beitragen, Patienten immer schonender, sicherer und individueller behandeln zu können.

Mit zunehmendem Alter wächst unter Dialysepatienten die Häufigkeit von Begleiterkrankungen, z. B. von schweren Herz- und Gefäßleiden. Diese rücken mit steigender Verbreitung und neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen immer stärker in den Fokus der Entwicklungsarbeit – in Form von Diagnose- und Therapiesystemen, die über die eigentliche Dialyse hinausgehen.

Ein weiterer Fokus unserer Forschung und Entwicklung sind Heimtherapien – die Peritonealdialyse, die Heim-Hämodialyse und langfristig auch die tragbare künstliche Niere – sowie die damit verbundenen Technologien und Produkte. Denn eine Behandlung zu Hause gewährt geeigneten Patienten nicht nur größere Freiheiten in der Gestaltung ihres Lebensalltags, sie entlastet auch die Kapazitäten der Dialysekliniken und ermöglicht Menschen in Gebieten mit schwacher Gesundheitsinfrastruktur überhaupt erst den Zugang zu einer Behandlung.

Eine alternde Bevölkerung, die Verbreitung chronischer Erkrankungen und der Anspruch, in der Patientenversorgung neue oder verbesserte Technologien einzusetzen, stellen Gesundheitssysteme vor große finanzielle Herausforderungen. Deshalb arbeitet Fresenius Medical Care gezielt an Innovationen, die nicht nur hochwertig, sondern auch bezahlbar sind, damit Patienten von ihnen profitieren können.

Verschiedene Schwerpunkte unserer Arbeit sind nachfolgend näher ausgeführt:

Um den beschriebenen Herausforderungen gerecht zu werden und bestmögliche therapeutische Leistungen zu erzielen, haben wir auch im Jahr 2012 unsere Dialyseprodukte und Therapiesysteme kontinuierlich weiterentwickelt. Im Fokus stand dabei, die klinischen Ergebnisse und die Lebensqualität der Patienten weiter zu verbessern, kardiovaskuläre Risiken zu minimieren und gleichzeitig eine optimierte Steuerung der Therapiekosten sowie eine einfache und sichere Handhabung unserer Produkte zu gewährleisten.

Im Berichtsjahr haben wir das neue Therapiesystem 5008 CorDiax in mehreren Ländern des Segments International auf den Markt gebracht. Es kombiniert bewährte und neue Funktionen und verbindet beste Therapiequalität und höchste Patientensicherheit mit einer einfachen Handhabung und dem nachhaltigen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen. Damit können wir bestmögliche Behandlungsergebnisse erzielen und die Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen weiter minimieren.

Das Therapiesystem 5008 CorDiax ist u.a. mit dem Venous Access Monitoring (VAM) erhältlich. Das softwarebasierte Überwachungssystem VAM erkennt Leckagen im Blutschlauchsystem oder auch das Lösen der Fixierung der venösen Nadel, die den Gefäßzugang des Patienten mit dem Blutschlauchsystem verbindet. Dies könnte zum Blutverlust während der Dialyse führen. VAM reagiert mit einem Alarm, der die notwendigen Sicherheitsreaktionen des Dialysegeräts aktiviert.

Die sogenannte Online-HDF-Behandlung mit unserem Therapiesystem 5008 CorDiax ist besonders schonend und effizient, wenn während der Dialyse das Austauschvolumen des Blutes möglichst hoch ist. Ein zu hoher Wert kann jedoch zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Da das maximale Austauschvolumen bei jedem Patienten und sogar bei jeder Dialysebehandlung unterschiedlich sein kann, haben wir die Software AutoSub plus für die 5008 CorDiax entwickelt. Sie ermöglicht eine optimierte, vollautomatische und auf den Patienten abgestimmte Regelung des Austauschvolumens des Blutes.

Kinder, die unter Niereninsuffizienz leiden, benötigen im Rahmen ihrer Dialysebehandlung eine spezielle Versorgung. Dafür haben wir die 5008 CorDiax HD-Paed auf den Markt gebracht. Sie ist weltweit das erste Hämodialysegerät, das für Kinder ab einem Körpergewicht von zehn Kilogramm zugelassen ist.

Außerdem haben wir unser Therapiesystem 2008T für den US-amerikanischen Markt weiterentwickelt. Hierfür wurde das Dialysegerät um eine Infusionspumpe für intravenös zu verabreichende Eisenpräparate ergänzt und in einigen Dialysekliniken getestet. Studien haben gezeigt, dass die Pumpe dem Klinikpersonal die genaue Dosierung und Verabreichung des Eisenpräparats erleichtert und dadurch auch die Sicherheit für die Patienten weiter erhöht. Im Jahr 2013 wollen wir die Infusionspumpe als Bestandteil der 2008T weiter am Markt etablieren. Zusätzlich haben wir unser Analysegerät Crit-Line weiterentwickelt und verkleinert, sodass es in unser Dialysegerät 2008T integriert werden kann. Crit-Line dient als Steuerungselement für den Flüssigkeitshaushalt von Patienten mit chronischem und akutem Nierenversagen – und damit auch für die Erkennung und Behandlung von Begleitsymptomen. Unter dem Namen CLiC (Crit-Line in a clip) bringen wir das weiterentwickelte Analysegerät nach der Zulassung durch die FDA voraussichtlich im Jahr 2013 auf den nordamerikanischen Markt.

Eine Möglichkeit, um die steigende Zahl der Dialysepatienten auch außerhalb der Dialysekliniken zu behandeln, ist die Heim-Hämodialyse. Im Berichtsjahr haben wir mit der 2008k@home in den USA sowie der 5008 S CorDiax Heim-HD in mehreren Ländern des Segments International zwei Heim- Hämodialysemaschinen weiterentwickelt, mit denen sich die Behandlung individuell an die medizinischen Erfordernisse und den Alltag der Patienten anpassen lässt.

Die 2008K@home ist eines von nur zwei Geräten speziell für die Heim-Hämodialyse mit FDA-Zulassung im gesamten nordamerikanischen Markt. Im Berichtsjahr haben wir weitere Produktoptimierungen vorgenommen. Ein neuer sogenannter Wireless Wetness Detector wird 2013 auf den Markt gebracht. Er enthält eine neue Alarmfunktion, die für zusätzliche Sicherheit sorgt. Ein Signal ertönt, sobald während der Dialyse eine Leckage am Gefäßzugang auftritt, die – wenn sie unbemerkt bleibt – tödlich sein kann.

Bislang war das Online-HDF-Behandlungsverfahren auf die Dialyse in Kliniken beschränkt. Mit der 5008 S CorDiax Heim-HD ist dieses Therapieverfahren seit dem Jahr 2012 auch in der Heim-Hämodialyse standardmäßig verfügbar. Funktionen wie die kabellose Fernbedienung, eine patientenspezifisch intuitiv gestaltete Bedienoberfläche und innovative Sicherheitsfunktionen wurden speziell für die besonderen Bedürfnisse der Heim-Hämodialysepatienten entwickelt.

Mit unseren Heim-Hämodialysesystemen können wir einigen Patienten einen flexibleren Alltag ermöglichen. Mit der tragbaren künstlichen Niere, die wir nach ihrer Zulassung durch die FDA in den nordamerikanischen Markt einführen werden, haben wir ein Gerät entwickelt, das in Zukunft noch mehr Dialysepatienten größere Unabhängigkeit bieten soll.

Die zentralen Vorteile der tragbaren künstlichen Niere sind: Sie lässt sich schnell und bequem zu zwei tragbaren Teilen auseinanderbauen und ist somit leicht zu transportieren. Darüber hinaus kann sie ganz unkompliziert, ohne die Unterstützung eines Technikers, auf- und abgebaut werden und ist einfach in der Anwendung. Mit der innovativen Adsorber-Technologie benötigt die tragbare künstliche Niere für eine Hämodialysebehandlung nur sechs Liter trinkbares Leitungswasser. Eine klassische Heim-Hämodialyse benötigt je Behandlung 120 bis 200 Liter speziell aufbereitetes warmes Wasser. Ein Wasseranschluss ist daher für die Dialysebehandlung mit der tragbaren künstlichen Niere nicht mehr zwingend notwendig. Das macht die tragbare künstliche Niere äußerst ressourceneffizient, flexibel und fast überall einsetzbar.

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