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Fresenius Helios

HELIOS verbindet hohe medizinische Standards mit einem effizienten und ökonomischen Umgang mit Ressourcen. Das HELIOS-Konzept Einkauf legt verbindliche Regeln und Standards fest, die sich gerade in den kostenintensiven Sachmittelbereichen bewährt haben, z. B. bei Arzneimitteln, Medizinprodukten und Medizintechnik sowie beim Wirtschafts- und Verwaltungsbedarf. Folgende Punkte sind wesentlich für das Konzept:

  • Medizinische Fachgruppen und Gremien definieren zusammen mit den Einkäufern Qualitätsanforderungen und legen konzernverbindliche Produktstandards fest.
  • Die Beschaffungsentscheidungen sind transparent und nachvollziehbar: HELIOS veröffentlicht alle Beschlüsse der medizinischen Fachgruppen und des Konzerneinkaufs im Internet und im Intranet.
  • Produktverantwortliche, d. h. die jeweils zuständigen HELIOS-Mitarbeiter aus Apotheke, Einkauf, Medizintechnik, Labor, Catering etc., koordinieren die Beschaffung für ihre Produktgruppen klinikübergreifend.
  • Die Konzernregelung Transparenz gilt für alle Mitarbeiter in den HELIOS-Kliniken: Klare Anweisungen und Richtlinien sollen alle Formen der Einflussnahme bei Beschaffungsentscheidungen verhindern. HELIOS erwartet von allen externen Partnern, dass sie die Konzernregelung anerkennen und mittragen.

In der Materialstandardisierung geht HELIOS neue Wege, was die Zusammenarbeit verwandter Fachdisziplinen betrifft. Eine im November 2011 gebildete interdisziplinäre Arbeitsgruppe hat im Herbst 2012 das größte Standardisierungsprojekt in der Firmengeschichte erfolgreich abgeschlossen. Erstmals standardisiert und gemeinsam ausgeschrieben wurden alle Implantate sowie Arbeits- und Zubehörmaterialien, z. B. Stents oder Ballonkatheter, der interventionellen Kardiologie, d. h. der Herzkatheterdiagnostik und -therapie, Radiologie, Neuroradiologie und Elektrophysiologie. Dazu hat die Arbeitsgruppe rund 10.000 Artikel mit einem Jahresumsatz von über 20 Mio € auf Patientennutzen, Qualität und Wirtschaftlichkeit überprüft und bewertet. Ergebnis ist ein um 30 % reduziertes Sortiment. HELIOS handelte Einsparungen im hohen einstelligen Millionen-Euro-Bereich aus, die sich ab dem Jahr 2013 auswirken werden. In dieses Projekt wurden auch die neu akquirierten Kliniken der Damp Gruppe sowie das HELIOS Klinikum Duisburg einbezogen.

Das HELIOS-Konzept Einkauf wurde im Jahr 2012 auch in den Bereichen Labor und Wäsche implementiert. Das Beschaffungsmanagement im Labor ist vielfältig und komplex, da HELIOS über 30 Labore, 4 Mikrobiologien und 6 Pathologien unterhält, die unterschiedlichste Aufgaben erfüllen, z. B. Stoffwechsel- oder Hormonanalysen. Sie bezogen anfänglich mehr als 6.000 Artikel von über 350 Lieferanten. Das jährliche Beschaffungsvolumen beträgt rund 15 Mio €. Ziel der Beschaffungsmaßnahmen im Jahr 2012 war es, die Einkaufsmaterialien im Labor zu standardisieren, zu konsolidieren und Einkaufsentscheidungen transparent abzubilden. Im Ergebnis wurden die Kosten deutlich reduziert und die Zahl der Lieferanten und Artikel gesenkt. Im Bereich Wäsche hat eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe aus Klinikgeschäftsführern, Mitarbeitern des Einkaufs, Pflegekräften und Logistikern einheitliche Qualitätsstandards festgelegt und das umfangreiche Wäschesortiment gestrafft. Die Anzahl der Dienstleister wurde reduziert sowie einheitliche Konzernverträge hinsichtlich Konditionen und Laufzeiten abgeschlossen. Dabei galt es, eine gleichbleibende Versorgungsqualität, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit sicherzustellen. Dank der standardisierten Vertragsrahmenbedingungen, Konditionen, Sortimente und Logistik sind nun die Daten aller Anbieter vergleichbar und bilden die Basis für zukünftige Beschaffungsentscheidungen. Die HELIOS Kliniken werden nun von 4 Wäschedienstleistern versorgt (2011: 15). HELIOS hat durch diese Bündelung die Wäschekosten um über 20 % gesenkt, was sich überwiegend im Jahr 2013 auswirken wird.

In Bezug auf die medizinische Qualität setzen die HELIOS-Kliniken zudem auf eine enge Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten. Deren strategische Auswahl durch unser Lieferantenmanagement dient der Risikominimierung im Einkauf: Als Geschäftspartner für HELIOS kommt nur infrage, wer mit einem adäquaten Fehlermanagement, überzeugender Fehlerkommunikation und niedrigen Ausfallrisiken überzeugen kann. Mit dem HELIOS-Partner-Rating wurde ein bilaterales Bewertungssystem etabliert.

Der Energiebedarf in Krankenhäusern ist ein erheblicher Kostenfaktor. Insgesamt wendete HELIOS im Jahr 2012 rund 69 Mio € für Energie, Wasser und Brennstoffe auf (2011: rund 55 Mio €). Bereinigt um die im Jahr 2012 akquirierten Kliniken ergibt sich keine Veränderung. HELIOS hat mit enPortal eine webbasierte Einkaufsplattform etabliert, die für alle Klinikstandorte Transparenz über alle Energieträger schafft. Abweichungen in Verbrauch und Kosten lassen sich so frühzeitig erkennen und korrigieren. HELIOS beobachtet täglich die Entwicklung der Energiepreise an den Börsen. Auch andere Fresenius-Unternehmensbereiche nutzen diese Online-Plattform, an die in Deutschland fast 440 Energieversorger angebunden sind. Für das Jahr 2012 stieg der Strompreis um rund 2 % an, insbesondere bedingt durch steigende Netznutzungsentgelte und einen weiteren leichten Anstieg der EEG-Abgaben. Beim Erdgaseinkauf sind wir mit den abgeschlossenen Vereinbarungen zufrieden: Wir decken den Bedarf nun bis zum 31.10.2013 ab. Die Kosten für Erdgas sanken für das Lieferjahr 2012 (31.10.2011 bis 31.10.2012) um rund 4 %, nachdem wir im Vorjahreszeitraum bereits eine Einsparung von rund 7 % erzielt hatten.

Im Bereich Catering, dies betrifft die Patientenversorgung wie die Cafeterien, konnte eine Erhöhung der Wareneinsatzkosten trotz volatiler und steigender Rohstoffpreise im Lebensmittelmarkt auf einem akzeptablen Niveau (+ 3 %) gehalten werden. Im Jahr 2012 betrug das Beschaffungsvolumen für Lebensmittel rund 50 Mio €.

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