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Fresenius Medical Care

Fresenius Medical Care hat als weltweit führendes Dialyseunternehmen das Ziel, Patienten und Kunden bestmögliche Qualität zu bieten. Um diesen Anspruch und die zahlreichen regulatorischen Auflagen gleichermaßen zu erfüllen, hat Fresenius Medical Care in den Regionen umfassende Qualitätsmanagementsysteme implementiert, die lokale Gegebenheiten ebenso widerspiegeln wie die globale Verantwortung des Unternehmens. Diese Systeme regeln und überwachen die Einhaltung von Qualitäts- und Sicherheitsvorgaben in Bezug auf sämtliche Produkte und Verfahren, von ihrer Entwicklung und Herstellung über die Marktzulassung und Anwendung in den Kliniken bis hin zur Schulung von Kunden und zum Umgang mit Reklamationen.

An unseren Produktionsstandorten und in unseren Dialysekliniken haben wir Qualitätsmanagementsysteme etabliert, deren Anwendung wir regelmäßig extern prüfen lassen. In Europa z. B. übernimmt das der Technische Überwachungsverein TÜV. Die Sachverständigenorganisation kontrolliert in Audits – standardisierten Inspektionen – jährlich unsere Klinikorganisation nach den Normen ISO 9001 für Qualitätsmanagement und ISO 14001 für Umweltmanagement. In den USA werden unsere Kliniken von den Behörden des staatlichen Gesundheitsfürsorgeprogramms (Centers for Medicare and Medicaid Services – CMS) kontrolliert. Unsere Qualitätsmanagementsysteme überprüfen wir regelmäßig auch in unternehmensinternen Audits; diese werden von Mitarbeitern durchgeführt, die wir eigens dafür aus- und weiterbilden.

In den Dialysekliniken und bei der Heimdialyse hat Fresenius Medical Care interne Qualitätsstandards entwickelt und als Marke etabliert: UltraCare in Nordamerika sowie NephroCare in den übrigen Regionen. Ziel ist es, unsere Qualitätsstandards effizient und systematisch in neu akquirierten Kliniken einzuführen und das Risikomanagement bei der Einhaltung von Qualitätsstandards zu verbessern. So wollen wir die Abläufe in unserem Kliniknetz insgesamt harmonisieren und die Qualität unserer Leistungen weiter erhöhen. Das NephroCare-Excellence-Programm definiert mittelfristige und langfristige Qualitäts- und Geschäftsziele. Diese Ziele beziehen sich auf die medizinische Qualität, aber auch auf den Mitarbeitereinsatz und die Mitarbeiterentwicklung, die Steigerung der Effizienz, die Standardisierung von Prozessen und die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen. Im Berichtsjahr wurden die Dialysekliniken in das NephroCare-Excellence-Programm integriert, die Fresenius Medical Care mit der Akquisition des Dienstleistungsgeschäfts der Euromedic erworben hat.

Die Behandlungsqualität in unseren Dialysekliniken messen und bewerten wir anhand von definierten Leistungsindikatoren. Die Indikatoren beinhalten u. a. branchenrelevante klinische Richtwerte sowie unternehmenseigene Qualitätsziele, die Fresenius Medical Care z. B. für Service- und Beratungsleistungen festlegt. Die von uns erhobenen medizinischen Parameter sind anerkannte Qualitätsstandards der Branche:

  • Ob ein Patient bei der Dialyse wirkungsvoll entgiftet wurde, zeigt der Kt/V-Wert. Er gibt Auskunft über den Harnstoffgehalt im Blut. Harnstoff wird von der gesunden Niere größtenteils ausgeschieden, beim Dialysepatienten muss er durch die Nierenersatztherapie aus dem Blut gefiltert werden.
  • Ein weiterer Qualitätsindikator ist der Albuminwert im Blut; Albumin ist ein Eiweiß (Protein), das auf den allgemeinen Ernährungszustand eines Patienten schließen lässt.
  • Darüber hinaus streben wir für die Patienten einen bestimmten Hämoglobinwert an. Hämoglobin ist der Bestandteil der roten Blutkörperchen, der Sauerstoff im Körper transportiert; ein zu geringer Anteil weist auf Blutarmut (Anämie) hin. Diese ist bei Patienten mit chronischem Nierenversagen typisch und wird begleitend zur Dialyse mit Eisenpräparaten und dem Hormonpräparat Erythropoietin (EPO) behandelt.
  • Der Phosphatwert schließlich zeigt an, ob die Therapie des Patienten mittels Dialyse und Medikamenten ausreicht, um über die Nahrung aufgenommenes Phosphat im Körper zu binden. Eine kranke Niere kann überschüssiges Phosphat nicht ausscheiden, und ein zu hoher Phosphatgehalt im Blut führt zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen.
  • Auch die Zahl der Tage, die Patienten infolge von Komplikationen bedingt durch die Nierenerkrankung in einer Klinik verbringen müssen, ist ausschlaggebend für die Behandlungsqualität, denn diese Tage gehören zu den besonders kostenintensiven Faktoren und können die Lebensqualität der Dialysepatienten deutlich mindern.
  • Um einen ausreichenden Blutfluss und damit eine möglichst effektive Dialysebehandlung zu erreichen, ist ein dauerhafter Gefäßzugang notwendig. Wir erfassen die Anzahl der Patienten, bei denen als Gefäßzugang für die Dialysebehandlung kein Hämodialysekatheter genutzt wird. Hintergrund dafür ist, dass Katheter mit schweren Entzündungen und zusätzlichen Krankenhaustagen in Verbindung gebracht werden. Wir arbeiten daran, dass der Anteil der Patienten ohne Katheter weiter steigt.

Die kontinuierliche Messung dieser und weiterer Parameter hilft uns dabei, unsere Leistungen in der Dialysebehandlung weiter zu verbessern.

Ende des Jahres 2012 haben wir eine Patientenbefragung in 24 europäischen und lateinamerikanischen Ländern gestartet und mehr als 60.000 Patienten angesprochen. Erste Auswertungen haben ergeben, dass über 95 % der Patienten Verwandten oder Freunden ihr Fresenius Medical Care-Dialysezentrum empfehlen würden, sollten diese eine Dialyse benötigen. Auch in Nordamerika führen wir regelmäßig Patientenbefragungen durch.

Im Berichtsjahr wurde die Organisation für Patientensicherheit „Patient Safety Organization“ weiter ausgebaut. Alle Mitarbeiter in unseren Kliniken in den USA melden kritische Vorfälle an ein internes Analysesystem. Auf Grundlage der aggregierten Daten führen wir eine Ursachenanalyse durch. Fehlerträchtige Abläufe werden angepasst, und Mitarbeiter sowie Patienten werden geschult, um die Behandlung zu optimieren. Wir wollen damit gewährleisten, dass die Dialysebehandlungen in unseren Kliniken so sicher wie möglich sind.

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