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Fresenius Helios

Ziel des HELIOS-Qualitätsmanagementsystems ist es, die Ergebnisse der medizinischen Behandlungen in allen HELIOS-Kliniken kontinuierlich zu verbessern. Grundvoraussetzung dafür ist es, die eigene Qualität anhand von G-IQI-Qualitätsindikatoren (German Inpatient Quality Indicators) sichtbar zu machen. Die G-IQI gelten nicht nur in den HELIOS-Kliniken, sondern werden mittlerweile auch in über 500 weiteren Krankenhäusern in Deutschland eingesetzt. Varianten von ihnen dienen zudem für Krankenhäuser in der Schweiz und in Österreich als Indikatoren.

Mithilfe von mittlerweile über 1.500 Kennzahlen werden klinisch relevante Krankheitsbilder und Operationsverfahren erfasst. Bisher standen nur für einige der G-IQI-Indikatoren Referenzwerte aus der bundesweiten Diagnosestatistik zur Verfügung. Für zahlreiche komplexe Indikatoren gab es hingegen nur Referenzwerte aus wissenschaftlicher Literatur oder Schätzungen von Expertengruppen. Seit dem Jahr 2012 stehen nun auch für komplex definierte Qualitätsindikatoren, z. B. für die Herzchirurgie, Vergleichswerte zur Verfügung, basierend auf Daten des Statistischen Bundesamtes. Dies hat die Transparenz der Qualität der Behandlung in den HELIOS-Kliniken erhöht und macht sie mit anderen Kliniken besser vergleichbar.

HELIOS-QUALITÄTSKENNZAHLEN (AUSZUG)


Krankheitsbild / Standardisiertes Sterblichkeitsverhältnis (SMR)1 2012 SMR 2011 SMR2
1 SMR von 1 entspricht dem Bundesdurchschnitt, SMR < 1 = Sterblichkeit liegt unter dem Bundesdurchschnitt 2 Adjustiert auf die aktuellen Referenzwerte des Statistischen Bundesamtes und um neu akquirierte Kliniken

Weitere Informationen: http://www.helios-kliniken.de/medizin/qualitaetsmanagement
Chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD) 0,71 0,85
Herzinfarkt 0,83 0,92
Herzinsuffizienz 0,63 0,68
Hirninfarkt 0,83 0,92
Pneumonie 0,64 0,70
Schenkelhalsfraktur 0,97 1,00

Krankheitsbild / Standardisiertes Sterblichkeitsverhältnis (SMR)1 2012 SMR 2011 SMR2
1 SMR von 1 entspricht dem Bundesdurchschnitt, SMR < 1 = Sterblichkeit liegt unter dem Bundesdurchschnitt 2 Adjustiert auf die aktuellen Referenzwerte des Statistischen Bundesamtes und um neu akquirierte Kliniken

Weitere Informationen: http://www.helios-kliniken.de/medizin/qualitaetsmanagement
Chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD) 0,71 0,85
Herzinfarkt 0,83 0,92
Herzinsuffizienz 0,63 0,68
Hirninfarkt 0,83 0,92
Pneumonie 0,64 0,70
Schenkelhalsfraktur 0,97 1,00

Für 46 der G-IQI-Qualitätsindikatoren hat Fresenius Helios konkrete Zielwerte definiert, die sich aus dem Anspruch ableiten, besser als der Bundesdurchschnitt zu sein. Im Jahr 2012 haben wir dieses Ziel bei 42 Qualitätsindikatoren erreicht. Dies entspricht einer Zielerreichungsquote von 91 % (2011: 85 %). HELIOS erreichte z. B. einen Wert von 0,63 bei der Herzinsuffizienz (2011: 0,68). Dies bedeutet, dass die Sterblichkeit bei diesem Krankheitsbild in den HELIOS-Kliniken im Mittel um 37 % unter dem Durchschnittswert aller Krankenhäuser in Deutschland liegt (2011: 32 %). Bei vier Indikatoren haben wir den Zielwert nicht erreicht. HELIOS hat die Fälle in den betroffenen Krankenhäusern analysiert, um Verbesserungspotenziale zu identifizieren und umzusetzen.

Wir messen unsere Qualität und stellen sie dar, um Behandlungsergebnisse zu bewerten und überprüfbar zu verbessern. Das Peer-Review-Verfahren ist ein geeignetes Instrument, um statistische Auffälligkeiten zu hinterfragen und systematisch nach Verbesserungsansätzen zu suchen.

Im Jahr 2012 wurde erstmals ein fach- und bereichsübergreifendes Peer-Review für sogenannte Niedrigrisiko-Fallkonstellationen durchgeführt: Bei Operationen mit niedrigem Sterblichkeitsrisiko (< 1 %), u. a. Erstimplantation einer Hüft-Totalendoprothese, Bandscheibenoperationen oder kleinere urologische Operationen, wurden Todesfälle genauer untersucht. Betrachtet wurden die individuelle präoperative Risikoeinschätzung des Patienten durch den Arzt und das entsprechende Risikomanagement im Rahmen der Behandlung. Diese Untersuchungen in Form interdisziplinärer Analysen ergaben wichtige Hinweise. Insbesondere lässt sich der Umgang mit blutverdünnenden Medikamenten vor geplanten Operationen verbessern. Blutverdünnende Medikamente werden zunehmend bei Patienten mit gefäßbedingten Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall eingesetzt, sei es zur Behandlung oder zur Prophylaxe. Wir haben diese Erkenntnis in konkrete Handlungsempfehlungen umgesetzt, die für den Umgang mit diesen Medikamenten bei operativen Eingriffen gelten. Dadurch soll die Patientensicherheit weiter erhöht werden.

Der transparente Umgang mit Qualitätsdaten ist für HELIOS selbstverständlich: Sie werden allen HELIOS-Mitarbeitern monatsaktuell im Intranet zur Verfügung gestellt. Gleiches gilt für die Transparenz gegenüber Patienten und der Öffentlichkeit: Wir veröffentlichen die Ergebnisse zur medizinischen Behandlungsqualität jeder Akutklinik auf der Website www.helios-kliniken.de.

Die HELIOS Konzernregelung Hygiene, die auf den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts basiert, ist verbindlich für alle Mitarbeiter und Kliniken. HELIOS führt hierzu regelmäßige Mitarbeiterschulungen durch. Jedes HELIOS-Krankenhaus ist verpflichtet, für alle Stationen die 17 häufigsten infektionsrelevanten Erreger zu erfassen, insbesondere die multi- und panresistenten Erreger. Dazu zählen Bakterien, die gegenüber dem Antibiotikum Methicillin und anderen Antibiotika unempfindlich geworden sind (MRSA – Methicillin-resistente Staphylococcus aureus). Dies erfolgt arbeitstäglich durch die vor Ort tätigen Hygienefachschwestern bzw. -pfleger sowie durch die Krankenhaushygieniker. Sämtliche Laborwerte einer Station werden in Bezug auf mitgebrachte Erreger sowie im Krankenhaus erworbene (nosokomiale) Erreger ausgewertet. Seit Dezember 2012 wird im HELIOS Hygiene-Portal unter www.helios-kliniken.de/hygiene veröffentlicht, wie oft die 17 wichtigsten infektionsrelevanten Erreger in den HELIOS-Akutkliniken festgestellt wurden. Die Daten werden halbjährlich aktualisiert. HELIOS wirbt mit dieser Initiative für einen transparenten und offenen Umgang mit dem Thema Krankenhaushygiene. Auch dies dient dem Ziel, das Qualitätsmanagement im Krankenhaus weiter zu verbessern und die Patientensicherheit zu erhöhen.

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