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Fresenius Medical Care

Fresenius Medical Care hat im Berichtsjahr die Umweltaktivitäten kontinuierlich ausgeweitet. In den Regionen Europa, Naher Osten und Afrika ist das TÜV-zertifizierte Umweltmanagement Bestandteil des integrierten Managementsystems. Ende des Jahres 2012 waren unsere sieben größten europäischen Produktionsstandorte (2011: ebenfalls sieben) und die Medizingeräteentwicklung nach ISO 14001 zertifiziert.

In der Forschung und Entwicklung arbeiten wir daran, unsere Produkte und Verfahren umweltverträglicher zu gestalten. Wir nutzen neue Materialien mit verbesserten Umwelteigenschaften, entwickeln neue Technologien, die den Ressourcenverbrauch der Dialysegeräte weiter reduzieren, und setzen Energie und Rohstoffe in der Produktion effizient ein. Im Berichtsjahr wurde das Projekt „Comparative Life Cycle Assessment“ initiiert, das Informationen über Produktdesign, Ressourceneffizienz in der Produktion sowie Logistik und Produktanwendung in der Dialyse miteinander verknüpft. Datenquellen sind insbesondere die interne Umweltberichterstattung, Produktspezifikationen sowie Daten aus externen Ökobilanzdatenbanken. Ziel dieses Projekts ist, die Umweltbilanz verschiedener Produktgruppen bei Dialysekonzentraten zu ermitteln und miteinander zu vergleichen. So können wir besonders umweltschonende Produkte im Dialog mit den Kunden herausstellen und fundierte Produktaussagen zur Umweltverträglichkeit der Konzentrate treffen. Außerdem fließen die Erkenntnisse in die Entwicklung neuer Produkte ein. Künftig sollen weitere Produkte und Produktgruppen in die Ökobilanzierung einbezogen werden.

Im Jahr 2012 starteten wir die Umsetzung des neuen Umweltprogramms in den Regionen Europa und Lateinamerika. Wir wollen erstens umweltbewusstes Verhalten fördern, zweitens das Wissen rund um strategische und operative Umweltthemen, unsere Umweltleistung und die Kontrolle der Umweltrisiken verbessern sowie drittens gewährleisten, dass Umweltvorschriften eingehalten werden. Diesen Vorgaben liegen messbare Umweltziele entlang unserer Wertschöpfungskette zugrunde, z. B. im Bereich Entwicklung, in der Logistik oder für unsere Dialysekliniken. Für die Produktionsstandorte werden Ziele zur Verbesserung der Umweltleistung festgelegt. Sie sollen Einsparpotenziale bei Rohstoffen, Energie und Wasser ermitteln und Verbesserungsmaßnahmen planen. So wollen wir z. B. bis zum Jahr 2015 mindestens 85 % der Produktionsabfälle stofflich und thermisch verwerten. Diese Verwertungsquote wurde Ende des Jahres 2012 bereits bei fünf unserer sieben zertifizierten größten Produktionsstandorte erreicht oder sogar übertroffen.

In mittlerweile 452 europäischen Dialysekliniken erfassen wir Daten zum Wasser- und Energieverbrauch sowie zur Abfallentsorgung (2011: 405). Im Jahr 2012 wurde eine entsprechende Software auch in Lateinamerika eingeführt. Ziel ist, schrittweise ein umfangreiches Umwelt-Datenmanagementsystem aufzubauen. Die Öko-Effizienz der Kliniken lässt sich dadurch monatlich vergleichen, zudem können Verbesserungspotenziale rasch erkannt werden.

In den USA wurde Fresenius Medical Care North America bereits zum 13. Mal mit dem „Safety in Excellence Award“ des US-amerikanischen Sach- und Haftpflichtversicherers CNA ausgezeichnet. Betont wurden das Engagement für die Gesundheit der Mitarbeiter, für Sicherheit, Schadenverhütung und die Kontrolle von Risiken. Auch die Tatsache, dass sich die Fehlzeiten aufgrund von Arbeitsunfällen deutlich verringert haben, erkennt der CNA damit an. Das Umweltmanagement in unseren Kliniken wird sowohl intern als auch von staatlichen Behörden überprüft; ein Kriterium ist dabei die Einhaltung von Richtlinien für die Entsorgung medizinischer Abfälle. Zusätzlich haben wir damit begonnen, die Zertifizierungskriterien für unsere Kliniken und Produktionsstandorte in den USA nach der Umweltnorm ISO 14001 untersuchen zu lassen. Die erste Zertifizierung soll im April 2013 in unserem Werk in Livingston, Kalifornien, beginnen und Ende des Jahres abgeschlossen sein.

In Lateinamerika erzielten wir weitere Fortschritte. Unsere Mitarbeiter in Kolumbien und Venezuela schulen wir z. B. zu den Themen Abfallentsorgung, Energie- und Wasserverbrauch. In Argentinien erfassen wir in allen Dialysekliniken kontinuierlich den Wasser- und Energieverbrauch sowie die Entsorgung des medizinischen Abfalls.

In der Region Asien-Pazifik erfassen wir den Ressourcenverbrauch, z. B. von Strom, Gas, Wasser, und ermitteln Verbesserungspotenziale. Lokale Behörden inspizieren regelmäßig u. a. die Abwassersysteme und unseren Energieverbrauch.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Energieagentur (DENA) hat Fresenius Medical Care ein Modell für eine CO2-neutrale Dialyseklinik entwickelt. In diesem Modell spart eine Klinik durch ihre umweltfreundliche Strom- und Wärmeversorgung ebenso große Mengen des Treibhausgases CO2 (Kohlendioxid) ein, wie sie durch ihren Energieverbrauch für die Dialyse, die Wasseraufbereitung und den sonstigen Betrieb erzeugt. Im Jahr 2012 eröffneten wir in Italien eine Dialyseklinik, die auf diesem Konzept beruht. Der Neubau fasst zwei nahe gelegene Dialysekliniken von Fresenius Medical Care zusammen. Er verbraucht im Gegensatz zu diesen nur noch halb so viel Wasser und rund ein Viertel weniger Strom. Ein Kernstück ist die Installation modernster Wasseraufbereitungstechnologie von Fresenius Medical Care: Eine spezielle doppelstufige Anlage erzeugt das für die Herstellung der Dialyselösung benötigte Reinstwasser mit besonders geringem Wasserverbrauch. Ein Steuergerät sorgt für eine effiziente Bereitstellung des Dialysekonzentrats. Das Abwasser wird vollständig wieder aufbereitet. Damit sparen wir in dieser Klinik rund 2,5 Millionen Liter Wasser pro Jahr. Fresenius Medical Care plant, in den kommenden Jahren weitere umweltfreundliche Kliniken in Europa zu bauen. In der Nähe von Barcelona ist eine weitere „grüne“ Dialyseklinik bereits in Planung; auch sie soll viele Attribute einer CO2-neutralen Klinik aufweisen.

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