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Fresenius Kabi

Integraler Bestandteil des globalen Qualitätsmanagements von Fresenius Kabi ist ein Umweltmanagementsystem nach dem internationalen Standard ISO 14001. Des Weiteren verfolgen wir die Umsetzung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes gemäß OHSAS 18001 (Occupational Health and Safety Assessment System). Es ist unser Ziel:

  • das Abfallaufkommen an unseren Produktions- und Vertriebsstandorten zu reduzieren sowie
  • Energien effizient und sorgsam zu nutzen, um Emissionen zu verringern.

Ein Umwelthandbuch sowie Standard-Prozessrichtlinien geben den lokalen Einheiten die Rahmenbedingungen für das Umweltmanagement vor. Im Berichtsjahr hat Fresenius Kabi die Matrixzertifizierung für das Umweltmanagementsystem fortgesetzt. Dabei analysieren und bewerten wir Arbeitsabläufe und Prozesse gemäß nachhaltigen Kriterien. Zudem dokumentieren wir sowohl den verantwortungsbewussten Umgang mit Energien und Rohstoffen als auch den Schutz von Mitarbeitern und Umwelt. Dadurch haben wir Verbesserungspotenziale in der Wertschöpfungskette und im Umgang mit externen Partnern identifiziert. Unser internationales Produktionsnetz verkürzt z. B. die Lieferwege zu unseren Kunden und reduziert die mit dem Transport verbundenen Emissionen. Unser Ziel ist es, alle internen und externen Abläufe nicht nur an ökonomischen, sondern auch an ökologischen Vorgaben auszurichten und die Matrixzertifizierung auf weitere Produktions- und Vertriebsstandorte auszuweiten.

An unseren Produktionsstandorten Friedberg und Bad Homburg, Deutschland, betrug die Recyclingquote 91 % im Jahr 2012 (2011: 97 %). Die niedrigere Quote ergibt sich im Wesentlichen durch die Inbetriebnahme neuer Produktionslinien und damit verbundener Anlaufmengen. Unser Ziel für das Jahr 2013 ist es, die Recyclingquote wieder in die Größenordnung des Jahres 2011 zurückzuführen. Die Abfallmenge, die wiederverwertet wird, umfasste im Jahr 2012 rund 6.900 t (2011: rund 5.800 t). Das Abfallvolumen stieg am Standort Friedberg um 30 % und am Standort Bad Homburg um 13 %. Wegen des höheren Produktionsvolumens ist auch der Stromverbrauch gestiegen. Zugleich konnten wir den Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtstromverbrauch auf rund 24 % steigern (2011: rund 23 %).

Im Jahr 2012 hat Fresenius Kabi Maßnahmen fortgeführt, die den Energieverbrauch, den CO2-Ausstoß sowie den Verbrauch an Rohstoffen reduzieren: So wird die anfallende Kühlwasserwärme genutzt, um die Räume der Logistik zu beheizen. Zudem werden in der Produktion Dunkelstrahler eingesetzt. Diese energieeffiziente Infrarottechnologie sorgt dafür, dass die Luft im Deckenbereich nicht unnötig aufgeheizt, sondern die gewünschte Wärme ausschließlich in Bodennähe gehalten wird. Damit sparen wir mittlerweile rund 40 % (2011: rund 30 %) der Energie konventioneller Heizsysteme ein.

Fresenius Kabi investierte im Berichtsjahr in die Modernisierung technischer Anlagen. Im Jahr 2012 wurde ein neues Hochregallager in Betrieb genommen, das über ein intelligentes Lüftungskonzept verfügt, um den Energieverbrauch gering zu halten. Des Weiteren wurde eine hocheffiziente Kältemaschine errichtet. Im Hinblick auf das Verhältnis zwischen Kälteleistung und eingesetztem Strom erreicht sie speziell im Teillastbetrieb deutlich bessere Leistungswerte.

Alle diese Aktivitäten dienten nicht nur dem Umweltschutz, sie halfen auch – trotz eines deutlich höheren Produktionsvolumens –, die Energiekosten im Jahr 2012 zu senken.

In Österreich verfügen die Produktionsstandorte über ein integriertes Managementsystem für Qualität, Umwelt, Sicherheit und Risikomanagement. Ziel ist, erstens die Effizienz des Umweltmanagements langfristig zu gewährleisten und es kontinuierlich zu verbessern, zweitens mit ökologischen Ressourcen schonend umzugehen sowie drittens die Belastung der Umwelt so gering wie möglich zu halten. Diese Ziele sind auch Grundsätze unserer Unternehmenspolitik.

Das Umweltmanagementsystem am Standort Graz ist gemäß ISO 14001:2004 zertifiziert. Darin sind verschiedene Kennzahlen, z. B. die Recyclingquote, als Umweltindikatoren definiert. Aus Kapazitätsgründen wurden im Sommer 2012 die Verpackungsaktivitäten vom Werk Graz an einen benachbarten Standort ausgelagert und sowohl die Prozesse als auch die Logistik optimiert. Dies wirkte sich positiv auf die Recyclingquote aus: Trotz gestiegener Produktionsvolumina wurde erneut der Vorjahreswert von 85 % erreicht. Des Weiteren hat Fresenius Kabi eine Partnerschaft mit einem Entsorgungsfachbetrieb vereinbart, der eine sortenreine Trennung des Abfalls garantiert. Einen weiteren Erfolg erzielte der Standort Graz im Bereich Gewerbemüll. Dank Mitarbeiterschulungen und optimierter Sammelmöglichkeiten wurde die Abfallmenge im Jahr 2012 konstant gehalten, nachdem wir sie im Vorjahr um 10 t reduziert hatten.

Am Standort Graz analysieren wir jährlich den Energieverbrauch, um weitere Einsparpotenziale zu identifizieren. Im Jahr 2012 konnte trotz der deutlichen Produktionsausweitung der Stromverbrauch auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. Zudem haben wir ein Konzept zur Energierückgewinnung ausgearbeitet, das uns weitere Einsparungen ermöglicht und bereits in den nächsten Jahren in einem geplanten Neubau realisiert werden wird.

Auch am Standort Linz verfügt Fresenius Kabi über ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem gemäß ISO 14001:2004. Im Bereich Energie nutzt Fresenius Kabi für die Vorwärmung von Prozesswasser den Dampf, der in der Produktion von Hydroxyethylstärke entsteht. Dank dieser Maßnahme sparen wir wöchentlich rund 3 MWh ein. Eine moderne und effizientere Kartonagenpresse reduzierte die Abholzyklen um rund ein Viertel. Des Weiteren investierte Fresenius Kabi am Standort Linz im Bereich Schallschutz: Bei der pneumatischen Förderung der Laktose vom Silo in den Produktionsprozess wurde ein Gebläse mit Schallschutzhaube eingebaut, wodurch das Lärmniveau für die unmittelbare Umgebung sank.

Mit langfristig angelegten Maßnahmen im Sinne eines erfolgreichen Umweltmanagements wollen wir in Zukunft weiter Energie und andere Ressourcen einsparen.

In unseren schwedischen Produktionsstandorten in Uppsala und Brunna zeigten die in den vergangenen Jahren initiierten Projekte im Versorgungsbereich und Ressourcenverbrauch Wirkung:

  • Das Abfallvolumen betrug 5.609 t (2011: 4.751 t). Im Jahr 2012 haben wir die Entsorgungsfirma gewechselt. Das neu beauftragte Unternehmen führt eine höhere Abfallmenge der Wiederverwertung zu. Der Anteil stieg auf 75 % (2011: 54 %). Der Anteil des Abfallvolumens, der zur Energiegewinnung eingesetzt wird, sank auf 25 % (2011: 46 %).
  • Der Energieverbrauch erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 21 % bzw. 21 GWh. Rund 43 % des Energiebedarfs an beiden Standorten decken wir durch erneuerbare Energien. Trotz des gestiegenen Energieverbrauchs konnten wir dieses Niveau in den vergangenen fünf Jahren konstant halten.
  • Der Wasserverbrauch lag mit rund 249.221 m3 zwar über dem Vorjahreswert von 232.266 m3, die Steigerung fiel jedoch prozentual geringer aus als die Ausweitung der Produktionsvolumina.

Neue Produktionstechnologien haben gleichfalls dazu beigetragen den Ressourcenverbrauch zu schonen.

Im Jahr 2012 wurde am Standort Brunna ein Projekt gestartet, um die Emission flüchtiger organischer Verbindungen (VOC – Volatile Organic Compounds) zu analysieren und ihren Ausstoß deutlich zu vermindern. VOC, z. B. Aceton oder Ethanol, sind umweltschädlich und gehören zu den Vorläufersubstanzen für die Bildung bodennahen Ozons. Fresenius Kabi unterliegt strengen Vorgaben hinsichtlich der Kontrolle und der Emission von VOC und ist angehalten, diese so gering wie möglich zu halten.

Fresenius Kabi integriert in das eigene Qualitätsmanagement auch standardisierte Anforderungen an den Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz. In der Produktion von Arzneimitteln arbeiten Mitarbeiter von Fresenius Kabi teilweise mit toxischen Stoffen. Hier kommt dem Schutz der Umwelt und der Arbeitssicherheit unserer Mitarbeiter höchste Bedeutung zu. Neue Anforderungen im Bereich Arbeitsschutz werden in unser Qualitätsmanagement integriert, z. B. aus der in Europa geltenden REACH-Verordnung.

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