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2. Akquisitionen, Desinvestitionen und Finanzanlagen

AKQUISITIONEN, DESINVESTITIONEN UND FINANZANLAGEN

Der Fresenius-Konzern hat Akquisitionen und Finanzanlagen in Höhe von 3.172 Mio € im Jahr 2012 bzw. 1.612 Mio € im Jahr 2011 getätigt. Hiervon wurden im Jahr 2012 Kaufpreiszahlungen in Höhe von 2.630 Mio € in bar geleistet und Verpflichtungen in Höhe von 542 Mio € übernommen.

Fresenius Medical Care

Fresenius Medical Care tätigte im Jahr 2012 Akquisitionsausgaben in Höhe von 1.408 Mio €, die im Wesentlichen auf den Erwerb von Liberty Dialysis Holdings, Inc., USA, entfielen.

Erwerb von Liberty Dialysis Holdings, Inc.

Am 28. Februar 2012 erwarb Fresenius Medical Care 100 % der Anteile an Liberty Dialysis Holdings, Inc. (LD Holdings), den Eigentümer von Liberty Dialysis und den Inhaber einer Beteiligung in Höhe von 51 % an der Renal Advantage Partners, LLC (die Liberty Akquisition). Die Transaktion wurde als Unternehmenserwerb bilanziert. Die endgültige Kaufpreisallokation wird während des 1. Quartals 2013 abgeschlossen. Die LD Holdings hat durch ihre 263 Kliniken (die erworbenen Kliniken) hauptsächlich Dialysedienstleistungen in den USA angeboten.

Der Gesamtkaufpreis der Liberty Akquisition beträgt 2.181 Mio US$ und setzt sich zusammen aus Barzahlungen in Höhe von 1.696 Mio US$ und nicht-zahlungswirksamen Kaufpreisbestandteilen in Höhe von 485 Mio US$. Die Grundsätze der Rechnungslegung für Unternehmenserwerbe fordern die Bewertung zum Marktwert für sich bereits im Anteilsbesitz befindende Anteile assoziierter Unternehmen und die erfolgswirksame Erfassung des dadurch entstehenden Unterschiedsbetrags zwischen Buchwert und Marktwert. Bereits vor der Liberty Akquisition besaß Fresenius Medical Care eine Minderheitsbeteiligung in Höhe von 49 % am Kapital der Renal Advantage Partners, LLC. Deren Marktwert in Höhe von 202 Mio US$ ist Bestandteil der nicht-zahlungswirksamen Kaufpreisbestandteile. Fresenius Medical Care hat den geschätzten Marktwert auf Basis des Discounted-Cash-Flow-Verfahrens unter Verwendung eines Diskontierungssatzes von 13 % bestimmt. Zusätzlich zu dieser Beteiligung gewährte Fresenius Medical Care auch ein Darlehen an die Renal Advantage Partners, LLC in Höhe von 279 Mio US$, dessen Marktwert 283 Mio US$ betrug. Das Darlehen wurde im Rahmen dieser Transaktion zurückgeführt.

Die folgende Tabelle enthält die Aufstellung der zum Erwerbszeitpunkt angesetzten geschätzten Marktwerte der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten basierend auf Informationen, die zum
31. Dezember 2012 vorlagen. Jede Art der Anpassung wird, abzüglich verbundener Ertragsteuereffekte, gegen den Firmenwert gebucht.

in Mio US$
Zum Verkauf stehende Vermögenswerte 164
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 156
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 21
Aktive latente Steuern 15
Sachanlagen 167
Immaterielle Vermögenswerte und
sonstige Vermögenswerte
84
Firmenwerte 2.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen, Rückstellungen und sonstige
kurzfristige Verbindlichkeiten
- 116
Rückstellungen für Ertragsteuern und latente Steuern - 43
Kurzfristige Darlehen und sonstige Finanzverbindlichkeiten,
langfristige Darlehen und aktivierte Leasingverträge
- 72
Sonstige Verbindlichkeiten - 30
Anteile anderer Gesellschafter
(mit und ohne Put-Optionen)
- 165
Gesamtkaufpreis 2.181
Abzüglich zum Marktwert bewertete,
nicht-zahlungswirksame Kaufpreisbestandteile
 
Beteiligung zum Akquisitionszeitpunkt - 202
Langfristige Finanzanlagen - 283
Summe nicht-zahlungswirksamer Kaufpreisbestandteile - 485
Nettoauszahlung 1.696

in Mio US$
Zum Verkauf stehende Vermögenswerte 164
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 156
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 21
Aktive latente Steuern 15
Sachanlagen 167
Immaterielle Vermögenswerte und
sonstige Vermögenswerte
84
Firmenwerte 2.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen, Rückstellungen und sonstige
kurzfristige Verbindlichkeiten
- 116
Rückstellungen für Ertragsteuern und latente Steuern - 43
Kurzfristige Darlehen und sonstige Finanzverbindlichkeiten,
langfristige Darlehen und aktivierte Leasingverträge
- 72
Sonstige Verbindlichkeiten - 30
Anteile anderer Gesellschafter
(mit und ohne Put-Optionen)
- 165
Gesamtkaufpreis 2.181
Abzüglich zum Marktwert bewertete,
nicht-zahlungswirksame Kaufpreisbestandteile
 
Beteiligung zum Akquisitionszeitpunkt - 202
Langfristige Finanzanlagen - 283
Summe nicht-zahlungswirksamer Kaufpreisbestandteile - 485
Nettoauszahlung 1.696

Zum 31. Dezember 2012 geht Fresenius Medical Care davon aus, dass die im Rahmen der Akquisition erworbenen immateriellen Vermögenswerte eine gewichtete durchschnittliche Nutzungsdauer von 6 bis 8 Jahren haben.

Im Rahmen der Liberty Akquisition entstand ein Firmenwert in Höhe von 2.000 Mio US$. Von diesem im Rahmen der Liberty Akquisition angesetzten Firmenwert sind schätzungsweise 436 Mio US$ steuerlich abzugsfähig und werden über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben.

Anteile anderer Gesellschafter, die im Rahmen der Akquisition erworben wurden, werden zu ihrem geschätzten Marktwert angesetzt, vorbehaltlich der Fertigstellung der Kaufpreisallokation. Die Schätzung der Marktwerte basiert auf den im Rahmen der Liberty Akquisition unterstellten Gewinnmultiplikatoren und auf den allgemeinen Erfahrungen von Fresenius Medical Care sowie den für solche Geschäftsmodelle üblichen vertraglichen Gewinnmultiplikatoren.

Die Ergebnisse der LD Holdings werden seit dem 29. Februar 2012 in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Insbesondere hat die LD Holdings beim Umsatz 714 Mio US$ (556 Mio €) und beim operativen Ergebnis 182 Mio US$ (142 Mio €) zum Konzernergebnis beigetragen. In diesem operativen Ergebnis sind keine Synergien enthalten, die bei konsolidierten Unternehmen außerhalb der LD Holdings seit Vollzug der Akquisition aufgetreten sein können. Das Unternehmensergebnis enthält auch das Ergebnis der zur Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (FMC-AG & Co. KGaA) gehörenden und verkauften Kliniken vor Veräußerung.

Die Bewertung der zum Erwerbszeitpunkt von LD Holdings bestehenden Beteiligung in Höhe von 49 % an Renal Advantage Partners, LLC zum Marktwert führte zu einem steuerfreien Ertrag in Höhe von 140 Mio US$ und wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in der gesonderten Position Sonstiger Beteiligungsertrag ausgewiesen. Die Rückführung des gewährten Darlehens führte zu einem Ertrag in Höhe von 9 Mio US$, der im Zinsergebnis ausgewiesen wurde.

Desinvestitionen

Im Zusammenhang mit der Auflage der US-amerikanischen Kartellbehörde (Federal Trade Commission) in Bezug auf die Liberty Akquisition stimmte Fresenius Medical Care zu, 62 Kliniken zu veräußern. Im Jahr 2012 wurden 61 Kliniken veräußert, 24 der Kliniken waren zur FMC-AG & Co. KGaA gehörende Kliniken. Die Veräußerung dieser Kliniken führte zu einem Gewinn in Höhe von 33,5 Mio US$.

Durch den Verkauf dieser Kliniken entstand für Fresenius Medical Care im Jahr 2012 ein Steueraufwand in Höhe von 20,8 Mio US$. Dieser wurde in den Ertragsteuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Damit entstand ein Netto-Gewinn von 12,7 Mio US$. Der Nachsteuergewinn wurde durch Nachsteuereffekte resultierend aus Kosten in Zusammenhang mit der Liberty Akquisition ausgeglichen.

Die Akquisitionsausgaben der Fresenius Medical Care im Geschäftsjahr 2011 betrugen 1.429 Mio €, die im Wesentlichen auf die Akquisitionen von International Dialysis Centers, dem Dialysedienstleistungsgeschäft von Euromedic International, und American Access Care Holdings, LLC (die Zentren zur ambulanten Rundumversorgung von Gefäßzugängen bei Dialysepatienten betreibt) entfielen. Des Weiteren gewährte Fresenius Medical Care ein Darlehen an das nahe stehende Unternehmen Renal Advantage Partners, LLC, der Muttergesellschaft der Renal Advantage, Inc., einem Anbieter von Dialysedienstleistungen, und erwarb eine Minderheitsbeteiligung in Höhe von 49 % an der Renal Advantage Partners, LLC.

Im Dezember 2010 hat Fresenius Medical Care die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit Galenica Ltd., Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma Ltd. (VFMCRP), zur Entwicklung und zum Vertrieb von Medikamenten zur Behandlung von Blutarmut und zur Regulierung des Knochenstoffwechsels bei Dialysepatienten und bei Patienten mit chronischem Nierenversagen, die noch keine Dialysebehandlung benötigen, angekündigt. In den USA wurde die Akquisition Ende 2010 abgeschlossen. Mit Zustimmung der verantwortlichen Kartellbehörde der Europäischen Union im 4. Quartal 2011 wurde die Gründung von VFMCRP am 1. November 2011 offiziell abgeschlossen.

Die übrigen Akquisitionsausgaben entfielen im Jahr 2011 im Wesentlichen auf den Erwerb von Dialysekliniken.

Fresenius Kabi

Fresenius Kabi tätigte im Jahr 2012 Akquisitionsausgaben in Höhe von
877 Mio €.

Erwerb der Fenwal Holdings, Inc.

Am 20. Juli 2012 gab Fresenius Kabi die Unterzeichnung eines Vertrages zum Erwerb von 100 % der Anteile an dem US-amerikanischen Unternehmen Fenwal Holdings, Inc. (Fenwal) bekannt. Fenwal ist ein führender Anbieter in der Transfusionstechnologie und produziert und vertreibt Produkte zur Gewinnung, Trennung sowie zur Verarbeitung von Blut.

Im Geschäftsjahr 2011 erzielte Fenwal einen Umsatz von 614 Mio US$ und einen bereinigten EBITDA von 90 Mio US$. Das Unternehmen beschäftigt rund 4.900 Mitarbeiter und verfügt weltweit über fünf Produktionsstätten sowie ein hochmodernes Forschungs- und Entwicklungszentrum.

Der Kaufpreis wurde aus dem Erlös der Kapitalerhöhung vom Mai 2012 finanziert.

Nach Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden konnte die Transaktion am 13. Dezember 2012 abgeschlossen werden. Der Fresenius-Konzern hat Fenwal ab Dezember 2012 konsolidiert.

Die Transaktion wurde als Unternehmenserwerb bilanziert. Die folgende Tabelle fasst die aktuellen geschätzten Marktwerte der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Akquisition zusammen. Die Kaufpreisaufteilung basiert auf allen Informationen, die dem Management derzeit zur Verfügung stehen. Aufgrund der zeitlichen Nähe des Abschlusses der Akquisition zum Stichtag können diese Informationen noch unvollständig sein. Jede Art der Anpassung wird, abzüglich verbundener Ertragsteuereffekte, gegen den Firmenwert gebucht.

in Mio €
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 61
Kurzfristige Vermögenswerte und sonstige Aktiva 212
Anlagevermögen 115
Verbindlichkeiten - 522
Firmenwerte 379
Identifizierbare immaterielle Vermögenswerte 343
Summe der übertragenen Gegenleistungen 588
Erworbene Netto-Finanzverbindlichkeiten 259
Transaktionssumme 847

in Mio €
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 61
Kurzfristige Vermögenswerte und sonstige Aktiva 212
Anlagevermögen 115
Verbindlichkeiten - 522
Firmenwerte 379
Identifizierbare immaterielle Vermögenswerte 343
Summe der übertragenen Gegenleistungen 588
Erworbene Netto-Finanzverbindlichkeiten 259
Transaktionssumme 847

Fresenius Kabi geht derzeit davon aus, dass die im Rahmen der Akquisition erworbenen immateriellen Vermögenswerte eine gewichtete durchschnittliche Nutzungsdauer von 10 bis 15 Jahren haben. Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte bestehen im Wesentlichen aus Kundenbeziehungen in Höhe von 82 Mio € und Technologie in Höhe von 237 Mio €.

Im Rahmen der Fenwal Akquisition entstand ein Firmenwert in Höhe von 379 Mio €, der steuerlich nicht abzugsfähig ist.

Im Dezember 2012 hat Fenwal einen Umsatz in Höhe von 39 Mio € und ein operatives Ergebnis in Höhe von 1 Mio € zum Konzernergebnis beigetragen.

Desinvestitionen

Im Dezember 2012 gab Fresenius Kabi bekannt, dass es mit dem Technologiekonzern The Linde Group einen Vertrag über den Verkauf der Tochtergesellschaft Calea France SAS (Calea) abgeschlossen hat. Calea ist im französischen Homecare-Markt im Wesentlichen im Bereich der Beatmungstherapie tätig, der nicht zum Kerngeschäft von Fresenius Kabi gehört.

Der Abschluss der Transaktion erfolgte im Januar 2013. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten von Calea wurden demzufolge in der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2012 unter den sonstigen Vermögenswerten und den sonstigen Verbindlichkeiten als zum Verkauf stehend ausgewiesen.

Im Jahr 2011 wendete Fresenius Kabi 11 Mio € für Akquisitionen, im Wesentlichen für Compounding-Gesellschaften in Deutschland, auf.

Fresenius Helios

Im Jahr 2012 tätigte Fresenius Helios Akquisitionsausgaben in Höhe von 579 Mio €, die im Wesentlichen auf den Erwerb der Damp Holding AG entfielen.

Erwerb der Damp Holding AG

Im März 2012 hat Fresenius Helios den Erwerb der Damp Holding AG (Damp), Deutschland, vollzogen. Die Transaktion konnte nach dem Erhalt aller aufsichtsrechtlichen Zustimmungen und der Freigabe durch die Kartellbehörden abgeschlossen werden. Es wurden 100 % der Anteile erworben.

Damp zählt zu den zehn größten privaten Krankenhausbetreibern in Deutschland.

Der Fresenius-Konzern hat Damp mit Wirkung vom 31. März 2012 konsolidiert.

Die Transaktion wurde als Unternehmenserwerb bilanziert. Die endgültige Kaufpreisallokation wird in naher Zukunft abgeschlossen sein. Die folgende Tabelle fasst die aktuellen geschätzten Marktwerte der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Akquisition zusammen. Die Kaufpreisaufteilung basiert auf allen Informationen, die dem Management derzeit zur Verfügung stehen. Jede Art der Anpassung wird, abzüglich verbundener Ertragsteuereffekte, gegen den Firmenwert gebucht.

in Mio €
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 43
Kurzfristige Vermögenswerte und sonstige Aktiva 56
Anlagevermögen 247
Verbindlichkeiten - 431
Firmenwerte 439
Summe der übertragenen Gegenleistungen 354
Erworbene Netto-Finanzverbindlichkeiten 207
Transaktionssumme 561

in Mio €
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 43
Kurzfristige Vermögenswerte und sonstige Aktiva 56
Anlagevermögen 247
Verbindlichkeiten - 431
Firmenwerte 439
Summe der übertragenen Gegenleistungen 354
Erworbene Netto-Finanzverbindlichkeiten 207
Transaktionssumme 561

Im Rahmen der Damp Akquisition entstand ein Firmenwert in Höhe von 439 Mio €, der nicht steuerlich abzugsfähig ist.

Die Ergebnisse von Damp werden seit dem 1. April 2012 in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Insbesondere hat Damp beim Umsatz 306 Mio € und beim operativen Ergebnis 8 Mio € zum Konzernergebnis beigetragen.

Im Geschäftsjahr 2011 tätigte Fresenius Helios Akquisitionsausgaben in Höhe von 45 Mio €, die im Wesentlichen auf die im Dezember 2011 abgeschlossene Akquisition von 51 % der Anteile an der Katholisches Klinikum Duisburg GmbH, Deutschland, sowie auf die im Mai 2011 abgeschlossene Akquisition der Gesundheitszentren Landkreis Rottweil GmbH, Deutschland, entfielen. Ferner leistete Fresenius Helios eine weitere Kaufpreiszahlung für die HELIOS St. Marienberg Klinik Helmstedt GmbH, Deutschland.

Fresenius Vamed

Die Akquisitionsausgaben der Fresenius Vamed beliefen sich im Jahr 2012 auf 44 Mio €, die im Wesentlichen auf den Erwerb der H.C. Hospital Consulting S.p.A., Italien, sowie auf den konzerninternen Erwerb der HELIOS Klinik Zihlschlacht AG, Schweiz, von der HELIOS Kliniken GmbH entfielen.

Im Jahr 2011 tätigte Fresenius Vamed keine wesentlichen Akquisitionen.

Konzern / Sonstiges

Im November und Dezember 2011 erwarb die Fresenius SE & Co. KGaA 1.399.996 Stammaktien der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (FMC-AG & Co. KGaA). Im Januar und Februar 2012 erwarb die Fresenius SE & Co. KGaA weitere 2.100.004 Stammaktien der FMC-AG & Co. KGaA. Dadurch erhöhte sich der Stimmrechtsanteil an der FMC-AG & Co. KGaA auf 31,18 % zum 31. Dezember 2012. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Stammaktien erworben mit einem Gesamtvolumen von rund 184 Mio €, wovon 113 Mio € auf das Jahr 2012 entfielen.

Übernahmeangebot an die Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG

Fresenius hat am 26. April 2012 bekannt gegeben, den Aktionären der RHÖN-KLINIKUM AG ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot zu unterbreiten. Fresenius bot den Aktionären der RHÖN-KLINIKUM AG 22,50 € pro Aktie in bar an. Der Kaufpreis für alle ausstehenden Aktien des Unternehmens betrug rund 3,1 Mrd €. Das Übernahmeangebot stand unter anderem unter dem Vorbehalt einer Mindest-Annahmequote von 90 % und einer Aktie des Grundkapitals der RHÖN-KLINIKUM AG zum Ende der Annahmefrist sowie der kartellrechtlichen Freigabe.

Fresenius wurden zum Ende der Angebotsfrist 84,3 % der Aktien der RHÖN-KLINIKUM AG angedient. Die Mindestannahmequote von mehr als 90 % wurde nicht erreicht. Entsprechend ist das Übernahmeangebot nicht vollzogen worden.

Im Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot an die Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG erwarb Fresenius bis zum 5. September 2012 6,9 Millionen Aktien der RHÖN-KLINIKUM AG. Dies entspricht 5,0 % des Grundkapitals der RHÖN-KLINIKUM AG.

Desinvestitionen

Im Dezember 2012 wurde entschieden, dass Fresenius sich künftig auf seine vier Unternehmensbereiche Fresenius Medical Care, Fresenius Kabi, Fresenius Helios und Fresenius Vamed konzentrieren und die Tochtergesellschaft Fresenius Biotech nicht fortführen wird. Fresenius prüft die Weiterführung des Immunsuppressivums ATG-Fresenius S im Konzern. In jedem Fall wird Fresenius das Geschäft mit dem Antikörper Removab nicht in eigener Verantwortung fortsetzen.

Infolge dieser Entscheidung wurden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten von Fresenius Biotech in der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2012 unter den sonstigen Vermögenswerten und den sonstigen Verbindlichkeiten als zum Verkauf stehend ausgewiesen.

Im 1. Quartal 2011 wurden im Segment Konzern / Sonstiges die restlichen Anteile an der HELIOS Kliniken GmbH, Deutschland, zu einem Kaufpreis von 54 Mio € erworben.

AUSWIRKUNGEN VON AKQUISITIONEN AUF DEN ABSCHLUSS DES FRESENIUS-KONZERNS

Die Akquisitionen des Geschäftsjahres 2012 wurden gemäß der Erwerbsmethode bilanziert und infolgedessen ab dem Erwerbszeitpunkt konsolidiert. Der Unterschiedsbetrag zwischen den Akquisitionskosten und dem Marktwert des Nettovermögens betrug 2.561 Mio € bzw. 931 Mio € im Jahr 2012 bzw. 2011.

Die Kaufpreisaufteilung wurde noch nicht für alle Akquisitionen abgeschlossen. Auf Basis der vorläufigen Kaufpreisaufteilung wurden 2.561 Mio € als Firmenwerte und 471 Mio € als sonstige immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen. Von diesen Firmenwerten entfallen 1.707 Mio € auf die Akquisitionen von Fresenius Medical Care, 396 Mio € auf die von Fresenius Kabi, 447 Mio € auf die von Fresenius Helios und 11 Mio € auf die Akquisitionen von Fresenius Vamed.

Der Firmenwert ist ein Vermögenswert, der den künftigen wirtschaftlichen Nutzen anderer bei dem Unternehmenserwerb übernommener Vermögenswerte darstellt, die nicht einzeln identifiziert und getrennt erfasst werden können. Der Firmenwert entsteht grundsätzlich durch die Wertdifferenz des Marktwerts zukünftiger Cashflows aus dem Erwerb eines bereits bestehenden Geschäfts im Vergleich zum Neuaufbau eines vergleichbaren Geschäfts.

Die im Geschäftsjahr 2012 durchgeführten bzw. erstmalig für ein volles Geschäftsjahr einbezogenen Akquisitionen leisteten zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung den folgenden Beitrag:

in Mio € 2012
Umsatz 1.145
EBITDA 200
EBIT 150
Zinsergebnis - 77
Konzernergebnis 6

in Mio € 2012
Umsatz 1.145
EBITDA 200
EBIT 150
Zinsergebnis - 77
Konzernergebnis 6

Die Akquisitionen haben die Bilanzsumme des Fresenius-Konzerns um 3.857 Mio € erhöht.

Die nachfolgenden ungeprüften Finanzinformationen auf Pro-forma-Basis spiegeln das konsolidierte Ergebnis des Fresenius-Konzerns wider, wenn die Akquisitionen von Liberty, Damp und Fenwal bereits zum 1. Januar 2012 stattgefunden hätten.

Bezüglich der Liberty Akquisition beinhalten die Pro-forma-Informationen auch die Annahme, dass die mit der Akquisition im Zusammenhang stehende Veräußerung der Kliniken bereits zum 1. Januar 2012 stattgefunden hätte.

Bezüglich der Akquisitionen von Damp und Fenwal beziehen sich die in den Pro-forma-Finanzinformationen enthaltenen Anpassungen im Wesentlichen auf Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Damp Akquisition und Ertragsteuern.

Die Pro-forma-Finanzinformationen sind nicht notwendigerweise ein Indikator für die tatsächlichen Ergebnisse des operativen Geschäfts, wenn die Transaktionen zum 1. Januar 2012 stattgefunden hätten.

  2012
in Mio € wie berichtet pro forma
Umsatz 19.290 19.912
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt) 926 916
Ergebnis je Stammaktie in € 5,35 5,29
Ergebnis je Stammaktie bei voller Verwässerung in € 5,29 5,24

  2012
in Mio € wie berichtet pro forma
Umsatz 19.290 19.912
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt) 926 916
Ergebnis je Stammaktie in € 5,35 5,29
Ergebnis je Stammaktie bei voller Verwässerung in € 5,29 5,24

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